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Nach den
Modejahren der hoch angesetzten Taille ändert sich ab 1820 die Mode. Nach den Wirren der napoleonischen
Kriege zieht man sich ins brave, friedliche Bürgertum zurück. Familienleben und häusliches
Idyll sind die Ideale der Zeit. Die einsetzende Industrialisierung bringt
wieder eine sich deutlich abgrenzende Oberschicht, die des reichens Großbürgertum,
die Bourgeoisie mit sich.
In der Zeit des Biedermeier, ca. 1820 -
1840 wird in der Mode die Taille wieder
weiter nach unten verschoben. Frauen sollen als schutzbedürftige Wesen wirken,
mädchenhaft-weiblich, sanft und schön. Um die Taille zerbrechlich wirken zu
lassen, müssen die Frauen extrem geschnürte Korsetts tragen und streng Diät halten. Die
gewünschte Linie wird aber auch optisch unterstützt durch Kleiderschnitte mit Riesenärmeln,
Schultervolants und immer größer werdenden Röcken.
Nach der Märzrevolution von 1848 , beginnt
die Epoche der Romantik.
Die Röcke werden in der Taille fülliger und müssen durch mehrere Lagen
Unterröcke mit Roßhaareinlagen gestützt werden. Dazu werden dreieckige
Schultertücher oder Kaschmirschals umgelegt.
Der Umfang
der Röcke wächst mit der Zeit so stark an, daß es bald wieder nötig wird,
Reifen einzuziehen. Der Stahlreifen-Krinolinen-Unterrock wird erfunden. Gleichzeitig
wirde es möglich, den Rock mit Volants und allerlei Garnitur zu verzieren,
ohne ihn nach unten zu ziehen. Die Ballkleider sind dekolletiert, Schultern werden
hervorgehoben. Die Stoffe werden leicht in Pastelltönen. Teilweise sind die Kleider ganz aus
Spitze. Neben Seide und Musselin ist Baumwolle ein sehr beliebtes Material.
Zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs,
in den sechziger Jahren des 19.Jahrhunderts finden die Krinolinen ihre
größte Ausdehnung.
In den
Kinofilmen: "Vom Winde verweht" und auch den legendären Sissi-Filmen sind
solche Kleider zu bewundern.
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