Atelier
Romantik
1810 - 1876

Kleid aus "Vom Winde verweht"

Ballkleid um 1864 Kaiserin Elisabeth 1864

Biedermeierkleid um 1865

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Nach den Modejahren der hoch angesetzten Taille ändert sich ab 1820 die Mode.  Nach den Wirren der napoleonischen Kriege zieht man sich ins brave, friedliche Bürgertum zurück. Familienleben und häusliches Idyll sind die Ideale der Zeit. Die einsetzende Industrialisierung bringt wieder eine sich deutlich abgrenzende Oberschicht, die des reichens Großbürgertum, die Bourgeoisie mit sich.

In der Zeit des Biedermeier, ca. 1820 - 1840 wird in der Mode  die Taille wieder weiter nach unten verschoben. Frauen sollen als schutzbedürftige Wesen wirken, mädchenhaft-weiblich, sanft und schön. Um die Taille  zerbrechlich wirken zu lassen, müssen die Frauen extrem geschnürte Korsetts tragen und streng Diät halten. Die gewünschte Linie wird  aber auch optisch unterstützt durch Kleiderschnitte mit Riesenärmeln, Schultervolants und immer größer werdenden Röcken. 

Nach der Märzrevolution von 1848 , beginnt die Epoche der Romantik.

  Die Röcke werden in der Taille fülliger und müssen durch mehrere Lagen Unterröcke mit Roßhaareinlagen gestützt werden. Dazu werden dreieckige Schultertücher oder Kaschmirschals umgelegt.

Der Umfang der Röcke wächst mit der Zeit so stark an, daß es bald wieder nötig wird, Reifen einzuziehen. Der Stahlreifen-Krinolinen-Unterrock wird erfunden. Gleichzeitig wirde es möglich, den Rock mit Volants und allerlei Garnitur zu verzieren, ohne ihn nach unten zu ziehen. Die Ballkleider sind dekolletiert, Schultern werden hervorgehoben. Die Stoffe werden leicht in  Pastelltönen. Teilweise sind die Kleider ganz aus Spitze. Neben Seide und Musselin ist Baumwolle ein sehr beliebtes Material. 

Zur Zeit des amerikanischen Bürgerkriegs, in den sechziger Jahren des 19.Jahrhunderts finden die Krinolinen ihre größte Ausdehnung.

In den Kinofilmen: "Vom Winde verweht" und auch den legendären Sissi-Filmen sind solche Kleider zu bewundern.

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